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Schritt für Schritt in die Selbstständigkeit. Wir beraten, Sie starten.


Kirsten Lambeck

Unternehmer/in des Monats Mai 2016


Kirsten Lambeck

Name: Kirsten Lambeck (42)
Wohnort: Havixbeck
Beruf: Buchhändlerin
Firma: Buchhandlung Der Wunderkasten
Branche/Tätigkeitsfeld: Buchhandel

 

Warum ich mich selbständig gemacht habe?

Ich bekam den Wunderkasten, die Stadtteilbuchhandlung, in der ich gerade meine Ausbildung zur Buchhändlerin abgeschlossen hatte, 2011 zum Kauf angeboten. Die Gelegenheit war zu verlockend: Ich kannte den Laden, die Kunden und wusste auch, was diese vermissten. Nach Verhandlungen mit der Familie und der Bank war der Entschluss doch recht schnell getroffen und aus der Gelegenheit wurde Anfang 2013 ein Lebensprojekt, das weiter wächst und gedeiht. Am 27.2.2016 sind wir innerhalb von Gievenbeck umgezogen, mitten ins Zentrum in ein Ladenlokal, das mit 130 m² doppelt so groß ist wie das alte. Dabei haben uns mehr als hundert Menschen aus Gievenbeck geholfen und: der Erfolg gibt uns recht.

Was für mich und mein Leben Selbständigkeit bedeutet?

Selbständigkeit hat viele Facetten: Tun zu dürfen, was ich selbst für richtig halte und was mir Spaß macht, empfinde ich als großen Luxus. Auch die Anerkennung, die ich Tag für Tag von meinen Kunden erfahre, macht mein Leben reicher und schöner, genau wie die Arbeit mit meinem Team. Andererseits ist Selbständigkeit viel Arbeit und birgt neben der Begeisterung die Gefahr, das Leben außerhalb des Ladens zu vernachlässigen, weil immer etwas zu tun oder zu verbessern ist. Da braucht es viel Unterstützung seitens der Liebsten und auch manchmal ein klares Wort, wenn nur noch der Wunderkasten zählt.

Wo sehe ich die Ziele für meine Firma / für mich selbst?

Ich möchte auch in vielen Jahren noch so gerne wie heute im Wunderkasten stehen und Bücher verkaufen. Bei aller Unkerei rund um die E-Books (die wir auch verkaufen) und den Internethandel (der inzwischen von vielen Kunden kritisch gesehen wird) mache ich mir um den Buchhandel, wie er in den kleinen, inhabergeführten Läden betrieben wird, keine Sorgen. Es gibt noch viele Pläne für Veranstaltungen, Kooperationen, Projekte, die ich umsetzen möchte. Gerade wünsche ich unserer Veranstaltungsreihe ÜberSetzen viel Erfolg. In Zusammenarbeit mit dem Übersetzerstammtisch in Münster erzählen Übersetzer von ihrer Arbeit und lesen Beispiele aus ihren Werken.

Wie stelle ich mir ein glückliches Berufs- / Leben vor?

Auch hier ein Balanceakt: Ich möchte meinen Begeisterungen nachgehen können und meine Ideen umsetzen, noch viel mehr Veranstaltungen und Aktionen planen, viele großartige Bücher entdecken und empfehlen, dem Wunderkasten immer wieder ein neues Wunder entlocken – andererseits möchte ich ruhig schlafen können und nicht um meine Existenz fürchten müssen. Das heißt: immer ein Auge auf die Zahlen haben und manchmal die Begeisterung hintenanstellen.

Was möchte ich anderen "Neu-Gründern"
mit auf den Weg geben?

Beratung ist für mich einer der wichtigsten Punkte. Immer wieder und von vielen Seiten: Am Anfang, wenn es um den Businessplan und das Bankgespräch geht, durch die Profis von der Wirtschaftsförderung, später, nach den ersten Erfahrungen, vielleicht von einer Branchenberaterin – das hat uns viele neue Erkenntnisse gebracht. Beim Umzug und der Neuordnung jetzt unterstützt uns eine Organisationsberaterin, die uns enorm geholfen hat, den neuen Wunderkasten zu strukturieren. Dazu die vielen Gespräche mit Freunden, Familie, Kunden, Lieferanten, die oft noch eine gute Idee hatten oder die entscheidenden Nachfragen gestellt haben. Und: Sich Auszeiten gönnen, damit man anschließend wieder mit neuer Energie an die Arbeit geht.

 

http://www.wunderkasten.de

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