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Schritt für Schritt in die Selbstständigkeit. Wir beraten, Sie starten.


Philipp Voscort / Adam Kostuch

Unternehmer/in des Monats Juli / August 2016


Philipp Voscort / Adam Kostuch

Name: Philipp Voscort / Adam Kostuch (34 / 30)
Wohnort: Münster
Beruf: Studium Rechtswissenschaften + Bachelor of Arts (Musik) / Veranstaltungskaufmann
Firma: Liquid Spot / Hot Shot Solutions / Calos
Branche/Tätigkeitsfeld: Catering, Event Management, Möbeldesign

 

Warum ich mich selbständig gemacht habe?

Nach 15-jähriger Erfahrung im Bereich Catering & Event im Auftrag verschiedener Unternehmen, gewannen wir in vielen Bereichen unserer Arbeit den Eindruck, dass es Zeit wird, "die Dinge selbst in die Hand zu nehmen". Von der Bewertung, Auswahl und Umsetzung einzelner Projekte, der eigenverantwortlichen Gestaltung des Arbeitstages, bis hin zum Gefühl die Früchte unserer Arbeit persönlich Sähen und Ernten zu dürfen, wurde der "der eigene Laden" zunächst zur Traumvorstellung und schlussendlich zum großen Ziel. Über die Jahre haben wir uns ein weitreichendes Netzwerk aus Kunden, Geschäftspartnern und Kontakten in der Industrie aufgebaut, das vor knapp drei Jahren dann schließlich zum Fundament unserer selbstständigen Ambitionen wurde.

Was für mich und mein Leben Selbständigkeit bedeutet?

Im Rahmen der Existenzgründung waren Risikobereitschaft, der unerschütterliche Glaube an den Erfolg des ausgewählten Projektes, sowie das projektbezogene Fachwissen natürlich Grundvoraussetzung. Als der Gewerbeschein dann endlich in der Schublade lag, veränderte das Projekt nicht nur unseren beruflichen Alltag: Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwanden zu großen Teilen. Neben der Auflage, an 7 Tagen der Woche, 24 h lang für Mitarbeiter wie Kunden verfügbar zu sein, sind es natürlich auch die Gedanken an operative Inhalte, Investitionen oder etwa die Auftragslage, die einen mitunter noch beim Einschlafen beschäftigen. All dies bereitet uns jedoch große Freude, solange wir zufriedenen Kunden begegnen, oder im Zuge der Nachbereitung eines Projektes feststellen, dass wir erfolgreich gearbeitet haben. Auf den Punkt gebracht bedeutet "Selbstständigkeit" nach knapp drei Jahren für uns demnach: Große Verantwortung, unbedingte Einsatzbereitschaft, aber eben auch Selbstverwirklichung, Bestätigung und das positive Gefühl durch innovatives und kreatives Arbeiten etwas Eigenes, etwas Gutes schaffen zu können. Mittlerweile ist uns darüber hinaus aber auch klar: Einen Zeitpunkt an dem wir uns zurücklehnen, und auf den geschaffenen Strukturen unserer Projekte ausruhen können, den gibt es nicht und den wird es niemals geben. Wir sehen uns ständig dazu aufgefordert bestehende Inhalte zu überarbeiten und zu optimieren, und gleichzeitig nach neuen Möglichkeiten zu suchen.

Wo sehe ich die Ziele für meine Firma / für mich selbst?

Ein rationales, "endgültiges Ziel" sollte man sich unserer Meinung nach überhaupt gar nicht setzen; weder für sich noch für das eigene Unternehmen. Das führt letztendlich nur zur Eingrenzung der eigenen Träume und beschneidet den kreativen wie auch den wirtschaftlichen Horizont. Jeden Tag ergeben sich neue Chancen und Möglichkeiten, deren Ergreifung wir uns stets offen halten wollen. Im Rahmen unserer Existenzgründung vor drei Jahren war nicht abzusehen, dass wir im Jahr 2016 bereits die dritte Firma gründen, uns neben dem gastronomischen Projektmanagement im Bereich Bar-Catering etablieren, und uns seit diesem Jahr sogar mit dem Design und Bau von Eventlogistik und Möbeln beschäftigen. Hätten wir immer nur Augen für die erste Version unseres Betriebsplanes, und unser ursprüngliches Kerngeschäft gehabt, wäre es dazu nie gekommen. Natürlich gibt es immer mal Etappenziele, wie etwa die Erreichung eines bestimmten Umsatzes, oder die Akquise einer Anzahl von Kunden in einem bestimmten Bereich. Ein obligatorischer Vorsatz besteht natürlich auch darin, im Idealfall stets mehr Einnahmen als Ausgaben zu generieren ... Unser wesentlichstes Ziel aber ist es, auch in Zukunft jeden Tag Spaß bei der Arbeit zu haben und nie die Motivation zu verlieren etwas noch besser zu machen. Nur unter diesen Voraussetzungen funktioniert Selbstständigkeit für uns, und nur so besteht die Chance, dass der betriebliche Erfolg auch zum persönlichen wird.

Wie stelle ich mir ein glückliches Berufs- / Leben vor?

Zum Glück im beruflichen Leben, gehört natürlich der Erfolg. Selbstverständlich muss sich hoher Einsatz und gute Leistung irgendwann auch auszahlen. Gute Leistungen entstehen bei entsprechender Nachfrage aber nur in einem professionellen Arbeitsumfeld und vor allem in einem guten Arbeitsklima. Es macht in jedem Fall glücklich, mit aufgeweckten, motivierten Menschen an einem Projekt zu arbeiten, und nach erfolgreicher Umsetzung die Früchte der Arbeit gemeinsam zu ernten. Einer der wesentlichsten Faktoren auf der Suche nach Zufriedenheit am Arbeitsplatz sind also die Menschen, die uns umgeben. Kurzum: Solange unsere Mitarbeiter und wir gesund und munter bleiben, und uns Optimismus, Kreativität, und vielleicht ein wenig Mut zum Risiko nicht abhanden kommen, sind wir schon glücklich. Alles andere kommt dann von ganz allein ...

Was möchte ich anderen "Neu-Gründern"
mit auf den Weg geben?

... auf diese Frage findet man in einer gut sortierten Bibliothek natürlich ganze Regale voll mit Antworten. Auch unsere persönlichen Erfahrungen sind mittlerweile so reichhaltig, dass es schwer fällt sie in wenigen Sätzen zu beantworten. Vielleicht sind ein paar Stichpunkte an dieser Stelle am sinnvollsten: -Vor der Gründung sollten so viele Informationen wie möglich über das anvisierte Geschäftsfeld zusammengetragen werden. (Produkte, Zielgruppen, Marktanalysen, Konkurrenzen, etc. ) Wer hier nicht ganz genau hinschaut, wird’s später bitter bereuen. Auch der größte operative Arbeitseinsatz nach Gründung hilft nicht, wenn die Ausrichtung der Geschäfte nicht bereits im Vorfeld sinnvoll erörtert und festgelegt wird. -Der werdende Unternehmer kann unmöglich in allen Bereichen des Unterneh-mens Experte sein, und sollte sich das auch eingestehen. Anwälte, Steuerberater, Banker oder auch Ingenieure und Techniker u.ä. sind vor allem im Rahmen der Existenz teuer, aber unverzichtbar. -Wer jedoch zur Organisation des operativen Geschäftes bereits im Rahmen der Existenzgründung eine Unternehmensberatung braucht, hat den falschen Beruf gewählt. Professionelles und projektbezogenes Fachwissen im Bezug auf die betrieblichen Inhalte sind natürlich Grundvoraussetzung, und sollte durch den Inhaber oder hauseigene Mitarbeiter eingebracht werden. -Nach abschließender Bewertung und Organisation eines Projektes oder einer Existenzgründung steht man nach Anhörung diverser Experten natürlich dennoch allein vor der Entscheidung: "Soll ich das nun machen oder nicht?" ^^ Ein Restrisiko bleibt immer bestehen. Was also tun? Wir hören in diesen Momenten tatsächlich auf unsere "innere Stimme". Das klingt ein wenig esoterisch, ist aber durchaus ernst zu nehmen. Hört am Ende auf euer Gefühl, und nehmt euch vor allem genug Zeit dafür! Auch wenn alle rationalen Argumente und Analysen am Ende für das Projekt sprechen: Wenn die innere Stimme zweifelt, dann stimmt etwas nicht, dass dem aktiven Bewusstsein entgangen ist. Dann lieber noch einmal ins Detail schauen, bis euch der Fehler auffällt. Vor allem: Keine spontanen Entscheidungen und niemals "belabern" lassen. Es geht letztlich allein um Eure Existenz und nicht um die des Beraters. Jede wichtige Entscheidung lieber noch einmal überschlafen, aber dafür persönlich und vor allem sinnvoll treffen. - (...)

 

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