Warum ich mich selbständig gemacht habe?

Ich liebe mein Handwerk. Mein Ziel ist es, Menschen nicht nur die Freude am Radfahren zurückzugeben, sondern auch die Branche zu bewegen: Ich möchte mehr Freude und Menschlichkeit in den Kundenkontakt bringen und zeigen, dass auch Frauen Handwerk können! Gerade in einer männerdominierten Branche. Als weibliche Gründerin einer Fahrradwerkstatt in Münster möchte ich Vorurteile abbauen, Frauen ermutigen, ihren Platz in ihrer Branche selbstbewusst einzunehmen, und einen Raum schaffen, in dem sich alle Menschen willkommen fühlen – unabhängig von Geschlechtsidentität oder äußerem Erscheinungsbild.

Mir ist es wichtig, meine Beratungen menschenorientiert, transparent und authentisch zu gestalten. Gerade dadurch bin ich stark darin, individuelle und nachhaltige Lösungen für meine Kund*Innen zu finden.

Was für mich und mein Leben Selbständigkeit bedeutet?

Die tägliche Arbeit in meiner Werkstatt erfüllt mich mit Freude und Leidenschaft – und genau diese Energie möchte ich an alle weitergeben, die zu mir kommen.

Natürlich habe ich durch die Selbstständigkeit auch enorme Freiheiten gewonnen, was ich als Angestellte nicht hatte, z.B die Gestaltung der arbeitnehmerfreundlichen Öffnungszeiten oder mal früher Feierabend machen. Selbstbestimmte Entscheidungen und Gestaltungsmöglichkeiten sind mir sehr wichtig geworden. Aber mit Freiheiten ist auch mehr Verantwortung gekommen, nicht nur für meine Existenz, sondern auch für die meiner Mitarbeiterin.

Wo sehe ich die Ziele für meine Firma/ für mich selbst?

Ich will meinen Fahrradladen hier am Standort Münster-Rumphorst so etablieren, dass alle Menschen, die zu mir kommen, gerne auch wiederkommen, aus Gründen der Qualität, Freundlichkeit, Fairness und Transparenz. Insbesondere Freundlichkeit ist für mich ein durchgehendes Ziel. Denn die ist, was mir in vielen Fahrradläden auffällt, nicht mehr gegeben. Des Weiteren möchte ich eine Arbeitgeberin sein, die Teamspirit, faire Bezahlung, Einbeziehung meiner Mitarbeiterin und stetigen Austausch und  Kommunikation anstrebt.

Wie stelle ich mir ein glückliches Berufs-/Leben vor?

Ich wünsche mir mit Kunden und meinem Team ein gegenseitiges, freundliches Miteinander, Aufeinander zugehen, stärken und unterstützen. Jeder sollte sich verwirklichen und auch Wünsche äußern dürfen. Erfolg ist für mich, wenn wir gemeinsam wachsen, die Kunden und mein Laden.

Was möchte ich anderen „Neu-Gründern“ mit auf den Weg geben?

Du kannst deinen Traum verwirklichen, wenn du die Motivation, den Willen und etwas Organisationstalent mitbringst. Gerade am Anfang ist es wichtig zu wissen, was du willst und zielstrebig zu sein, wie alles genau laufen soll in dem du Durchhaltevermögen zeigst. Um verschiedene Sichtweisen zu bekommen, machte es für mich Sinn, in den Austausch zu gehen mit Familie, Freunde, PartnerIn und der HWK haben mir sehr dabei geholfen, was letztendlich alles möglich ist, um zu gründen. Und zu guter Letzt: es gibt für das Handwerk die Meistergründungsprämie für NRW und für Frauen manchmal auch noch einen extra Zuschuss. Das hat mir die Gründung finanziell nochmal erleichtert.

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