Warum ich mich selbständig gemacht habe?

Wir haben beide gemerkt, dass die klassischen Wege nicht für uns gemacht sind. Mattis kommt aus einem Kuhdorf mit 800 Einwohnern. Die typischen Berufe konnte er an einer Hand abzählen und keiner davon hat ihn angesprochen. Luca hat die Selbständigkeit als einzige Chance gesehen, das zu machen, was er wollte, ohne Einschränkungen. Einfach naiverweise gemacht und darauf vertraut, dass alles gut wird. Zusammen entstand in gemeinsamen Gesprächen die Leidenschaft für das Erkennen und Entwickeln von Chancen. Daraus wurde Webdesign.MS.

Was für mich und mein Leben Selbständigkeit bedeutet?

Ehrlicherweise sehr viel. Seit der Gründung ist es auf jeden Fall der Mittelpunkt. Wir verbringen etliche Wochenenden und Late-Night-Sessions damit, das aufzubauen, was wir tun. Am Ende ist es selbst und ständig. Aber es ist auch das spannendste Abenteuer, das man sich vorstellen kann. Für uns ist Selbständigkeit Hobby und Hochleistungssport gleichzeitig. Mattis sieht darin eine Art Sport aus dem Entwickeln und Verwirklichen technologischer Ideen. Luca die Chance, jeden Tag das zu tun, wovon er überzeugt ist.

Wo sehe ich die Ziele für meine Firma/ für mich selbst?

Luca: Das Ziel für unsere Firma ist es, Marketing endlich datenbasiert zu belegen und klar zu sagen: Deshalb machen wir etwas. Da ich aus einer Handwerkerfamilie komme, hatte ich früher selbst ein anderes Bild von Marketing und genau das möchte ich ändern. Es soll nicht das kreative Bauchgefühl im Fokus stehen oder „Erfahrung“, sondern datenbasiertes Handeln und analytisches Denken. Die Kreativität darf in der Analyse natürlich nicht fehlen. Aber am Ende muss jede Maßnahme belegbar sein. Und der Erfolg messbar.

Mattis: Wenn man seine Leidenschaft bereits zum Beruf gemacht hat und sieht, wie man Menschen helfen kann, sind Ziele nur noch für die Navigation nötig, aber nicht mehr für den Antrieb. Wir wollen unser Wissen noch besser teilen und langfristig zu einem Value-Hub mit Multiplikatoreffekt werden, mit dem wir den Fortschritt im Münsterland und in Deutschland vorantreiben.

Wie stelle ich mir ein glückliches Berufs-/Leben vor?

Luca: Ein glückliches Berufsleben ist, wenn man jeden Morgen auf dem Fahrrad mit einem Lächeln zur Arbeit fährt und mit seiner Arbeit wirklich in die Wirksamkeit kommt.

Mattis: So wie gerade. Am Wochenende arbeiten, wenn man möchte, weil man möchte. Sich selbst übertreffen und stolz auf die eigenen Werke sein. Aber auch gezielt Freiheiten nehmen und aus der Ruhe und Erholung heraus die großen Ziele für die Firma stecken.

Was möchte ich anderen „Neu-Gründern“ mit auf den Weg geben?

Luca: Pass darauf auf, wer dich berät. Der Einfluss von „Ratschlägen“ ist groß, wenn man sie an sich ranlässt. Wähl die Leute, die dich beraten, wirklich weise aus. Nur weil jemand „Berater“ im Titel hat, heißt das nicht, dass er auch beraten sollte. Hätten wir auf all die Ratschläge gehört, wären wir schon längst pleite.

Mattis: Nutzt euer Feuer am Anfang, fangt einfach an und testet viel aus, auch wenn sich so mancher Schritt unangenehm anfühlt. Lernt, die Grundlagen zu lieben. Befasst euch mit den Wachstumsphasen eures Unternehmens: Wie sollte es bei 10, 100, 1.000 Kunden aussehen? Die Kombination aus dem Meistern der Basics und dem Verständnis für die unterschiedlichen Phasen wird euch immer den nächsten Schritt zeigen. Und lasst euch von Rückschlägen nicht unterkriegen. Unternehmerischen Erfolg erzielt man nur, wenn man sich auf den Long Run einstellt und sich eine gewisse Bissigkeit aneignet. Unternehmertum gibt’s nicht anders.

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